Südkoreanische Regierung wird 500 Milliarden Won in Pharmazieforschung investieren

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Die südkoreanische Regierung hat beschlossen, über die nächsten 10 Jahre 500 Milliarden Won (379 Millionen Euro) in den Pharmaziesektor zu investieren. Diese Entscheidung ist Teil des Plans der Regierung, ein internationales Kompetenzzentrum in Medizintechnik zu werden und 100 neue Medikamente auf den Markt zu bringen.

Der Minister für ICT und Wissenschaft, You Young-min, erklärte letzten Mittwoch, dass Südkorea über das nächste Jahrzehnt den Marktanteil in Pharmazie- und Medizintechnik von momentan 1,7% auf 5% erhöhen wird. "Dieser Sekor wird eine zentrale Rolle bei der Kreierung von neuen Arbeitsplätzen und der Förderung der landesweiten Wirtschaft spielen," so Minister You.

Dank wachsender Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung sowie durch Unterstützung durch die Regierung konnten sich koreanische Pharmaunternehmen auf dem heimischen Markt mehr und mehr durchsetzen. Jedoch hinken Koreanische Pharmazieunternhmen im internationalen Vergleich noch bei der Herstellung von Medikamenten hinterher, vorallem bei der Herstellung von sogenannten "Blockbuster-Medikamenten" (Medikamtente, die mehr als Eine Milliarde USD Umsatz generieren).

Die Regierung plant nun, Pharmazieunternehmen bei den klinischen Testverfahren während der Entwicklung von neuen Medikamenten zu unterstützen, welche oft mehrere Jahre dauern. Der Plan der Regierung sieht vor, dass bis zum Jahr 2026 Koreanische Pharmaunternehmen mindestens 5 Blockbuster-Medikamente mit einem Umsatz von je über 1 Billionen Won (749 Millionen Euro) auf den Markt bringen.

Außerdem sollen über die nächsten 10 Jahre 145.000 Arbeitsplätze in der harmazeutischen Forschung geschaffen werden. Dies ist ebenfalls von hoher Bedeutung für Koreas Plan, ein globaler Vorreiter und Kompetenzzentrun in der Pharmaindustire zu werden.

Quelle: Yonhap News (Link)

 

 

 

 

 

Car-sharing auf Überholspur in Südkorea

Photocredit: Pulsenews

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Die car-sharing Industrie in Südkorea wächst rapide dank zunehmender Nachfrage nach bequem zugänglicher Mobilität. Die Anzahl der Nutzer für bereits existierende App-basierte car-sharing Dienstleistungsanbieter wie Socar und GreenCar steigen beständig und Großunternehmen wie SK Holdings und Hyundai Capital Services Inc. bemühen sich, ihre Präsenz auf dem Markt auszuweiten. Koreas größter Automobilhersteller Hyundai Motor Co. ist ebenfalls auf den car-sharing Zug aufgesprungen und bietet ein eigenes car-sharing Produkt an.                                    

Socar, Koreas größter car-sharing Anbieter, gab letzte Woche Donnerstag bekannt, dass bereits mehr als 3 Millionen Mitglieder die app heruntergeladen haben. Das bedeutet, dass 10% aller Koreaner mit Führerschein ein Mitglied bei Socar sind. Der Konkurrent GreenCar folgt knapp mit 2,35 Millionen Nutzern.

SK Holdings gab bekannt, dass es in Turo, das größte peer-to-peer car-sahring Startup aus den USA, investiert hat. Die Investition in Höhe von 100 Milliarden Won (74 Millionen Euro) wurde zusammen mit der Daimler AG getätigt. Ziel ist es, die Geschäftsaktivitäten von Turo auf Südkorea auszuweiten.

Bereits im August hat Hyundai Motor 5 Milliarden Won (3,71 Millionen Euro) in die car-pool App Luxi investiert. Weiterhin hat Hyundai ein eigenes car-sharing Programm über seine Finzanztochtergesellschaft Hyundai Capital in die Wege geleitet. Hyundais Schwesterunternehmen Kia Motors Corp. gründete ebenfalls eine car-sharing Applikation mit dem Namen WiBLE. WiBLE bietet die Möglichkeit, Fahrzeuge innerhalb eines Wohngebietes zu sehr niedrigen Kosten zu mieten.

Die Automobilhersteller drängen auf den car-sharing Markt trotz Bedenken, dass die Beliebtheit von car-sharing Applikationen zu industrieweit geringeren Verkaufszahlen führen könnten. Laut der amerikanischen Denkfabrik RethinkX werden die Verkaufszahlen von Neuwagen in den USA aufgrund von car-sharing und selbstfahrenden Autos  von 18 Millionen Stück in 2020 auf 5,6 Millionen Stück in 2030 sinken.

Quelle: Pulsenews (Link)

Autoren: Kim Jung-hwan, Park Chang-young.

Koreanische Firmen erschließen europäischen Autobatterie-Markt

Photocredit: Yonhap News

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Südkoreanische Unternehmen, allen voran LG Chem Ltd., haben die Elektromobilität als neuen Markt entdeckt.

LG Chem, ein führendes Chemieunternehmen unter der LG Gruppe, hat diese Woche bekannt gegeben, dass es 436 Milliarden Won (ca. 324 Millionen Euro) in das Polnische Tochterunternehmen LG Chem Wroclaw Energy investieren wird.

In Wroclaw baut LG Chem eine Fabrik für die Herstelllung von Autobatterien, für die eine große Nachfrage auf dem wachsenden europäischen Elektromobilitätsmarkt erwartet wird. Die Fabrik soll bereits nächstes Jahr die Produktion aufnehmen und wird Autobatterien mit einer Leistung von 3 Gigawatt pro Jahr produzieren. LG Chem unterhält derzeit Fabriken in den USA, China und in Südkorea.

Auch SK Innvoation Co. plant, den Europäischen Elektrobomilitätsmarkt zu erschließen.  SK Innovation ist ein führendes Ölraffinerieunternehmen.  SK Innovation baut momentan zwei Produktionsstätten mit einer kombinierten Leistung von 2 GWh. Die Produktion wird Ende 2018 beginnen.

Aktuell beliefert SK Innovation KIA Motors und Beijing Automotive Industries Holdings mit Lithium-Ionen Batterien. Doch auch SK Innovation plant, Produktionsstätten in Europa zu errichten und Batterien an Daimler zu verkaufen.

Samsung SDI Co., die Chemie-Business-Unit der Samsung Gruppe, hat ebenfalls eine Autobatteriefabrik in Ungarn fertiggestellt, welche in der Lage sein wird, Batterien für 50,000 Elektroautos pro Jahr herzustellen. Produktionsbeginn ist im zweiten Quartal 2018.

 

Quelle: Yonhap News

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Samsung und LG werden Rekordsumme für Forschung und Entwicklung ausgeben

Photocredit: Yonhap News

Photocredit: Yonhap News

Südkoreas führende Elektronikunternehmen, Samsung Electronics Co. und LG Electronics Inc. werden dieses Jahr Rekordsummen für Forschung und Entwicklung (F&E) bereitstellen.

Samsung Electronics hat im ersten Halbjahr 2017 7,9 Billionen Won (5,88 Milliarden Euro) in Forschungsprojekte investiert, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 5,7% entspricht.

Es wird erwartet, dass Samsung Electronics, Südkoreas Nummer 1 Technologieriese, auch weiterhin soviel investieren wird um Wachstum in neuen Industriezweigen zu garantieren. Laut Industrieexperten wird daher das gesamte Investitionsvolumen für das Jahr 2017 entschieden über der Rekordsumme von 15,3 Billionen Won aus dem Jahr 2014 liegen.

Auch LG Electronics hat in der Zeit vom Januar bis Juni 2017 2,02 Billionen Won in Forschungsprojekte investiert; ein Plus von 0,8 Prozent. Wenn das Unternehmen auch im zweiten Halbjahr soviel investiert, wird es das erste Mal sein, dass LG mehr als 4 Billionen Won in F&E Projekte investiert haben wird.

Auf den Umsatz gerechnet enstprachen Samsungs F&E Investitionen 7,1% und LGs F&E Investitionen 6,9% für das erste Halbjahr 2017.

Quelle: Yonhap

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Olympische Winterspiele in PyeongChang bringen Wirtschaftliches Wachstum

Photocredit: Bokwang Snow Park, Alpine Town, 182 Kilometer östlich von Seoul (Yonhap)

Photocredit: Bokwang Snow Park, Alpine Town, 182 Kilometer östlich von Seoul (Yonhap)

In weniger als 200 Tagen werden die olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang, Südkorea beginnen. Die Südkoreanische Regierung ist bemüht, das Event auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen.

Hee-beom Lee, Vorsitzender des Organisationskomitees der Spiele, schätzt, dass der wirtschaftliche Faktor, der durch das internationale Sportevent generiert wird, über das nächste Jahrzehnt mehr als 32 Billionen Won (ca. 24 Milliarden Euro) einbringen wird. Die wichtigsten Faktoren in diesem Zusammenhang sind Infrakstruktur- und Bauprojekte sowie die ansässige Tourismusindustrie.

Es wird erwartet, dass etwa 390,000 ausländische und 2,2 Millionen inländische Gäste die verschiedenen Austragungsorte der Spiele in der Gangwon Provinz besuchen werden. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, die malerische Berglandschaft und die Toursimsusbranche in Korea allgemein zu fördern, so das Organisationskomitee.

Nach Berechnungen des Koreanischen Insituts für Industrieökonomie und Handel (KIET) werden die Winterspiele in PyeongChang zu einer Produktionssteigerung von 20,5 Billionen Won (15 Milliarden Euro) führen, doppelt soviel wie der FIFA World Cup in 2002. Darüber hinaus soll das internationale Sportevent 230,000 Arbeitsplätze kreieren.

"Wir werden noch nie dagewesene IT-basierte Tourismusdienstleistungen zur Verfügung stellen, die es internationalen Besuchern ermöglichen werden, maßgeschneiderte Informationen über die Spiele, Austragungsorte, Tourismusattraktionen und Shopping Möglichkeiten informieren, und zwar von Ankuft bis zur Abreise." erklärte Hee-beom Lee. 

Ein Modell, das Südkorea emulieren kann, sind die Olympischen Spiele in Sapporo 1972. Die abgelegene Japanische Stadt war vor den Spielen weitestgehend unbekannt. Doch durch die hohe Anzahl an Besuchern während der Spiele wurde Sapporo international bekannt und ist auch heute noch Gastgeber verschiedener Wintersportveranstaltungen mit Millionen von Besuchern aus der ganzen Welt.

Am wichtigsten ist es, das positive wirtschaftliche Moment auch nach den Olympischen Spielen beizubehalten, beispielsweise druch Tourismus und weitere Sportveranstaltungen.

"Vielseitige positive Effekte werden sowohl vor- als auch nach den Spielen spürbar sein," sagte ein Mitglied des Organisationskomitees. "Wir werden noch konkretere Schritte formulieren, wie man die Einrichtungen und Infrakstruktur nach den Spielen verwenden kann."

Quelle: Yonhap

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