Präsident Moon kündigt an, alle Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen und erneuerbare Eenergien zu fördern

Photocredit: Korea Joongang Daily (Präsident Moon Jae-in mit Kindern wird in wenigen Momenten den Schalter drücken, der den Kori-1 Reaktor in Gijang, Busan, vom Netz nehmen wird. Montag, 23.10.2017.)

Photocredit: Korea Joongang Daily (Präsident Moon Jae-in mit Kindern wird in wenigen Momenten den Schalter drücken, der den Kori-1 Reaktor in Gijang, Busan, vom Netz nehmen wird. Montag, 23.10.2017.)

Südkoreas Präsident Moon Jae-in hat am Montag angekündingt, keine weiteren Atomkraftwerke zu bauen und damit die Energiepolitik des Landes grundlegend zu ändern.

Während der Schließungszeremonie des ältesten Atomkraftwerks Südkoreas, Kori-1 in Gijang, Busan, sagte Präsident Moon, dass "die Sicherheit der Atomkraftwerke eine Angelegenheit nationaler Sicherheit ist, die die Zukunft des Landes bestimmen wird."

Südkorea wird sich von der atomfreien Energiepolitik verabschieden und sich Schritt für Schritt einer atomfreien Ära zuwenden. "Pläne für neue Kraftwerke werden revidiert und die Laufzeiten der existierenden Kraftwerke werden nicht verlängert werden," verkündete Präsident Moon.

Das Kori-1 Kraftwerk hat im Jahr 1978 den Betrieb aufgenommen. Urpsrünglich war es für eine Laufzeit von 30 Jahren konzipiert, doch die Regierung beschloss im Dezember 2007, die Laufzeit um ein Jahrzehnt zu verlängern. Im Jahr 2015 wurde die endgültige Abschaltung des Kraftwerks beschlossen und Präsident Moon, der in seinem Wahlkampf für ein atomfreies Korea eingetreten war, wohnte der Zeremonie bei.

Anstatt von Windenergie wird die Regierung aktiv in erneuerbare Energien investieren, darunter Solarenergie, off-shore Windenergie und Flüßiggas.

Als Teil Südkoreas nuklearfreier Zukunft wird der Wolseong-1 Reaktor, der sich nach einer Verlängerung seiner Laufzeit noch in Betrieb befindet, so schnell wie möglich abgeschaltet werden. Moon verglich den Betrieb von Atomkraftwerken über ihre ursprünglich angedachte Laufzeit hinaus mit der Sewol Katastrophe, einem Schiffsunglück, bei dem im Jahr 2014 mehr als 300 Passagiere ums Leben gekommen waren.

Die Laufzeit des Wolseong-1 Reaktors in Gyeongju, Nord-Gyeongsang, war in 2012 ausgelaufen, aber die Atomare Sicherheitskommission hatte in 2015 entschieden, den Rekator ein weiteres Jarzehnt am Laufen zu halten. Bewohner, die in der Nähe des Reaktors wohnen hatten jedoch diese Entscheidung angefochten und das oberste Gericht in Seoul entschied zugunsten der Kläger.

Präsident Moon versprach weiterhin, die Zahl der Kohlekraftwerke im Land zu reduzieren: „Wir werden alle Pläne für neue Kohlekraftwerke stoppen und ich werde 10 der ältesten Kohlekraftwerke während meiner Präsidentschaft schließen lassen,“ so Präsident Moon.

Die Sorgen der Industrie- und Geschäftswelt über Stromausfälle, steigende Energiepreise und die Kosten, die mit dem Rückbau von Generatoren verbunden sind, können die nuklearfreie Politik der Regierung nicht zurückschrecken, beteuerte der Präsident. „Es ist an der Zeit,“ so Moon weiter, „dass Korea die Sicherheit der Menschen höher schätzt als Kosteneffizienz.“

Weiterhin gab Moon bekannt, dass er eine Forschungseinrichtung im Südosten des Landes gründen wird, die an der Entwicklung von Technologien zum Rückbau von Reaktoren arbeiten soll.

Die atomenergiefreie Politikinitiative von Moon ist auch Teil seines Plans, neue Energiesektoren zu unterstützen und Arbetisplätze zu schaffen. In seinem ersten Wahlkampf in 2012 kündigte Moon an, in der Jeolla Region einen erneuerbare Energien Komplex zu bauen, der 500,000 Arbeitsplätze schaffen sollte.

Quelle: Korea Joongang Daily (Link)

Südkoreanische Regierung wird 500 Milliarden Won in Pharmazieforschung investieren

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Die südkoreanische Regierung hat beschlossen, über die nächsten 10 Jahre 500 Milliarden Won (379 Millionen Euro) in den Pharmaziesektor zu investieren. Diese Entscheidung ist Teil des Plans der Regierung, ein internationales Kompetenzzentrum in Medizintechnik zu werden und 100 neue Medikamente auf den Markt zu bringen.

Der Minister für ICT und Wissenschaft, You Young-min, erklärte letzten Mittwoch, dass Südkorea über das nächste Jahrzehnt den Marktanteil in Pharmazie- und Medizintechnik von momentan 1,7% auf 5% erhöhen wird. "Dieser Sekor wird eine zentrale Rolle bei der Kreierung von neuen Arbeitsplätzen und der Förderung der landesweiten Wirtschaft spielen," so Minister You.

Dank wachsender Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung sowie durch Unterstützung durch die Regierung konnten sich koreanische Pharmaunternehmen auf dem heimischen Markt mehr und mehr durchsetzen. Jedoch hinken Koreanische Pharmazieunternhmen im internationalen Vergleich noch bei der Herstellung von Medikamenten hinterher, vorallem bei der Herstellung von sogenannten "Blockbuster-Medikamenten" (Medikamtente, die mehr als Eine Milliarde USD Umsatz generieren).

Die Regierung plant nun, Pharmazieunternehmen bei den klinischen Testverfahren während der Entwicklung von neuen Medikamenten zu unterstützen, welche oft mehrere Jahre dauern. Der Plan der Regierung sieht vor, dass bis zum Jahr 2026 Koreanische Pharmaunternehmen mindestens 5 Blockbuster-Medikamente mit einem Umsatz von je über 1 Billionen Won (749 Millionen Euro) auf den Markt bringen.

Außerdem sollen über die nächsten 10 Jahre 145.000 Arbeitsplätze in der harmazeutischen Forschung geschaffen werden. Dies ist ebenfalls von hoher Bedeutung für Koreas Plan, ein globaler Vorreiter und Kompetenzzentrun in der Pharmaindustire zu werden.

Quelle: Yonhap News (Link)

 

 

 

 

 

Car-sharing auf Überholspur in Südkorea

Photocredit: Pulsenews

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Die car-sharing Industrie in Südkorea wächst rapide dank zunehmender Nachfrage nach bequem zugänglicher Mobilität. Die Anzahl der Nutzer für bereits existierende App-basierte car-sharing Dienstleistungsanbieter wie Socar und GreenCar steigen beständig und Großunternehmen wie SK Holdings und Hyundai Capital Services Inc. bemühen sich, ihre Präsenz auf dem Markt auszuweiten. Koreas größter Automobilhersteller Hyundai Motor Co. ist ebenfalls auf den car-sharing Zug aufgesprungen und bietet ein eigenes car-sharing Produkt an.                                    

Socar, Koreas größter car-sharing Anbieter, gab letzte Woche Donnerstag bekannt, dass bereits mehr als 3 Millionen Mitglieder die app heruntergeladen haben. Das bedeutet, dass 10% aller Koreaner mit Führerschein ein Mitglied bei Socar sind. Der Konkurrent GreenCar folgt knapp mit 2,35 Millionen Nutzern.

SK Holdings gab bekannt, dass es in Turo, das größte peer-to-peer car-sahring Startup aus den USA, investiert hat. Die Investition in Höhe von 100 Milliarden Won (74 Millionen Euro) wurde zusammen mit der Daimler AG getätigt. Ziel ist es, die Geschäftsaktivitäten von Turo auf Südkorea auszuweiten.

Bereits im August hat Hyundai Motor 5 Milliarden Won (3,71 Millionen Euro) in die car-pool App Luxi investiert. Weiterhin hat Hyundai ein eigenes car-sharing Programm über seine Finzanztochtergesellschaft Hyundai Capital in die Wege geleitet. Hyundais Schwesterunternehmen Kia Motors Corp. gründete ebenfalls eine car-sharing Applikation mit dem Namen WiBLE. WiBLE bietet die Möglichkeit, Fahrzeuge innerhalb eines Wohngebietes zu sehr niedrigen Kosten zu mieten.

Die Automobilhersteller drängen auf den car-sharing Markt trotz Bedenken, dass die Beliebtheit von car-sharing Applikationen zu industrieweit geringeren Verkaufszahlen führen könnten. Laut der amerikanischen Denkfabrik RethinkX werden die Verkaufszahlen von Neuwagen in den USA aufgrund von car-sharing und selbstfahrenden Autos  von 18 Millionen Stück in 2020 auf 5,6 Millionen Stück in 2030 sinken.

Quelle: Pulsenews (Link)

Autoren: Kim Jung-hwan, Park Chang-young.

Koreanische Firmen erschließen europäischen Autobatterie-Markt

Photocredit: Yonhap News

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Südkoreanische Unternehmen, allen voran LG Chem Ltd., haben die Elektromobilität als neuen Markt entdeckt.

LG Chem, ein führendes Chemieunternehmen unter der LG Gruppe, hat diese Woche bekannt gegeben, dass es 436 Milliarden Won (ca. 324 Millionen Euro) in das Polnische Tochterunternehmen LG Chem Wroclaw Energy investieren wird.

In Wroclaw baut LG Chem eine Fabrik für die Herstelllung von Autobatterien, für die eine große Nachfrage auf dem wachsenden europäischen Elektromobilitätsmarkt erwartet wird. Die Fabrik soll bereits nächstes Jahr die Produktion aufnehmen und wird Autobatterien mit einer Leistung von 3 Gigawatt pro Jahr produzieren. LG Chem unterhält derzeit Fabriken in den USA, China und in Südkorea.

Auch SK Innvoation Co. plant, den Europäischen Elektrobomilitätsmarkt zu erschließen.  SK Innovation ist ein führendes Ölraffinerieunternehmen.  SK Innovation baut momentan zwei Produktionsstätten mit einer kombinierten Leistung von 2 GWh. Die Produktion wird Ende 2018 beginnen.

Aktuell beliefert SK Innovation KIA Motors und Beijing Automotive Industries Holdings mit Lithium-Ionen Batterien. Doch auch SK Innovation plant, Produktionsstätten in Europa zu errichten und Batterien an Daimler zu verkaufen.

Samsung SDI Co., die Chemie-Business-Unit der Samsung Gruppe, hat ebenfalls eine Autobatteriefabrik in Ungarn fertiggestellt, welche in der Lage sein wird, Batterien für 50,000 Elektroautos pro Jahr herzustellen. Produktionsbeginn ist im zweiten Quartal 2018.

 

Quelle: Yonhap News

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Samsung und LG werden Rekordsumme für Forschung und Entwicklung ausgeben

Photocredit: Yonhap News

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Südkoreas führende Elektronikunternehmen, Samsung Electronics Co. und LG Electronics Inc. werden dieses Jahr Rekordsummen für Forschung und Entwicklung (F&E) bereitstellen.

Samsung Electronics hat im ersten Halbjahr 2017 7,9 Billionen Won (5,88 Milliarden Euro) in Forschungsprojekte investiert, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 5,7% entspricht.

Es wird erwartet, dass Samsung Electronics, Südkoreas Nummer 1 Technologieriese, auch weiterhin soviel investieren wird um Wachstum in neuen Industriezweigen zu garantieren. Laut Industrieexperten wird daher das gesamte Investitionsvolumen für das Jahr 2017 entschieden über der Rekordsumme von 15,3 Billionen Won aus dem Jahr 2014 liegen.

Auch LG Electronics hat in der Zeit vom Januar bis Juni 2017 2,02 Billionen Won in Forschungsprojekte investiert; ein Plus von 0,8 Prozent. Wenn das Unternehmen auch im zweiten Halbjahr soviel investiert, wird es das erste Mal sein, dass LG mehr als 4 Billionen Won in F&E Projekte investiert haben wird.

Auf den Umsatz gerechnet enstprachen Samsungs F&E Investitionen 7,1% und LGs F&E Investitionen 6,9% für das erste Halbjahr 2017.

Quelle: Yonhap

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